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Griechische Landschildkröte – Testudo hermanni

Klasse:Reptilien (Reptilia)
Ordnung:Schildkröten (Testudinata)
Unterordnung:Halsberger-Schildkröten (Cryptodira)
Familie:Landschildkröten (Testudinidae)
Gattung:Europäische Landschildkröten (Testudo)
Art:Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni)
Unterarten:Östliche Unterart (Testudo hermanni boettgeri)
Westliche Unterart (Testudo hermanni hermanni)

Allgemein

Von der Griechischen Landschildkröte gibt es zwei Unterarten. Sie erreicht eine Panzerlänge von etwa 20 cm und ist die am häufigsten gehaltene Schildkrötenart in Deutschland.

Griechische Landschildkröten sind überwiegend herbivore, tagaktive Reptilien, die in Deutschland ein sehr beliebtes Haustier sind.

Vorkommen

Das natürliche Vorkommen der Griechischen Landschildkröte befindet sich im europäischen Mittelmeerraum. Es erstreckt sich von Ostspanien über Südfrankreich, Mittelitalien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Mazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien bis in die Türkei. Auch die Mittelmeerinseln der Balearen, Korsika und Sardinien gehören zum natürlichen Lebensraum.

Lebensraum

Fast alle Vegetationsformen im Mittelmeerraum bis in eine Höhe von etwa 1500 Metern werden bewohnt. Sie bevorzugt Kiefernwälder und Korkeichenwälder mit Macchia (Büsche mit vielen eingestreuten Lichtungen) und Garrigue (Strauchheidenformation auf flachgründigen Böden). Aber auch Wiesen, Oliven- und Zitrushaine, Ackerland und Gärten werden von ihr besiedelt.

Haltung

Bei der Haltung einer Griechischen Landschildkröte ist ein gut strukturiertes, naturnahes Freigehege mit Frühbeet Pflicht. Das Frühbeet sorgt dafür, dass das Mittelmeerklima möglichst naturnah auch im Freigehege nachgestellt werden kann. Eine Haltung im Terrarium ist für diese Tiere nicht artgerecht. Das Schildkrötengehege sollte vor dem Kauf bereits fertiggestellt sein.

Wichtig beim Frühbeet ist eine möglichst dicke Isolierung (am besten mind. 16 mm dicke Wände) und optimalerweise eine UV-Durchlässigkeit wie Alltop Frühbeete von Beckmann es aufweisen.

Nahrung

Schildkröten allgemein sind Weidegänger. Sie sind während der Nahrungsaufnahme ständig in Bewegung, knabbern mal hier an einer Pflanze und sind dann schon wieder kauend auf dem Weg zur nächsten.

Griechische Landschildkröten sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich von Wiesenkräutern, Pflanzenkeimlingen, Blüten, Blättern, Stängeln, Knospen, Wildfrüchten, Samen und deren Kapseln und Schoten und teilweise sogar Wurzeln von Wildpflanzen. Im natürlichen Lebensraum wechselt das Nahrungsangebot im Jahresverlauf von üppigem Grün zu kargeren, dürren Pflanzen. Im Frühjahr ernähren sie sich überwiegend von frischen, grünen Jungpflanzen und deren Blüten, während sie in den heißen Sommermonaten rohfaserreiche, überwiegend vertrocknete Wiesenpflanzen vorfinden. Im Herbst wird das Klima wieder etwas feuchter und vor der Winterstarre fressen wie wieder vermehrt frische, junge Grünpflanzen.

Diese Art der jahreszeitlich bedingten Ernährung der Schildkröten sollten wir bei der Fütterung in menschlicher Obhut unbedingt berücksichtigen. Es müssen täglich frische Wildkräuter (alles was auf einer Wiese wächst) zur Verfügung gestellt werden.

Beliebte Futterpflanzen für Landschildkröten

Fortpflanzung

Besonders im Frühjahr und in den Sommermonaten machen sich die Männchen teilweise noch vor den ersten Sonnenstrahlen auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Dabei spielt der gute Geruchssinn der Schildkröten eine große Rolle. „Duftspuren“ der Weibchen können über große Strecken verfolgt werden und ist die Herzensdame gefunden, wird sie nicht mehr aus den Augen gelassen.

Um sie zur Paarung zu bewegen, wird sie zuerst ausgiebig beschnuppert und dann mit Bissen in die Beine und – bei Unwilligkeit – auch in Richtung Kopf gebissen. Damit soll die Griechin zum Stehenbleiben bewegt werden, um aufsteigen zu können. Meistens ist das eine etwas längere Prozedur, da Weibchen oft eine Weile länger brauchen bis sie paarungswillig sind.

Bei der eigentlichen Kopulation führt das Männchen seinen Penis in die Kloake des Weibchens ein, indem es seinen Schwanz unter ihren drückt und seinen Penis „ausfährt“.

Überwinterung

Die Schildkröten überwintern je nach Herkunft zwischen 3 und 5 Monaten bei einer Temperatur von 4°C – 6°C Grad. Die optimalen Bedingungen erreicht man am besten im Kühlschrank oder in einem sehr gut isolierten Frühbeet mit tiefer und gegen Frost geschützer Überwinterungsgrube.

Anfängern rate ich zur Kühlschrank-Überwinterung.

Weitere Informationen zur Überwinterung


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